Keramik Lexikon - Buchstabe C

Chinoiserie

Dekore, Darstellungen, Formen nach echten oder imitierenden fernöstlichen, besonders chinesischen Vorbildern. Durch den Einfluss der Importe aus Ostasien wurden seit der 2. Hälfte des 17. Jhs. vor allem chinesische Motive und Szenerien für die Bemalung von europäischem Kunstgewerbe immer beliebter. Neben der Innendekoration fanden Chinoiserien besonders als Schmuck und Ornamentik bei Fayencen und Porzellanen des 18. Jhs. Anwendung.

Craquelé

Bezeichnung für feine Glasurrisse (Haarrisse). Bei manchen Glasuren wird die Craquelbildung als Gestaltungsmittel absichtlich herbeigeführt. Sie entstehen entweder durch eine unterschiedliche Wärmebehandlung während des Brennens oder durch die unterschiedliche Ausdehnung von Scherben und Glasur beim Erkalten nach dem Brand.

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Literatur:

  • Schandelmaier Hela, Gesellschaft der Keramikfreunde e.V.: Glossar keramischer Fachbegriffe
  • Frotscher Sven. 2003. dtv-Atlas Keramik und Porzellan. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.[dtv-Lexikon]. 1974. dtv-Lexikon. 20 Bde., Bd. 6. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.
  • Fourest  Henry-Pierre, Die Europäische Keramik, Porzellan - Steingut - Fayence: Herder Freiburg, Basel, Wien, 1983

Quellen: