Keramik Lexikon - Buchstabe K

Kaffeekanne

Die Kaffekanne hat immer eine hohe gestreckte Gestalt; in der Frühzeit des 18. Jahrhunderts meist birnförmig und bauchiger, gegen Ende des 18. Jahrhunderts schlanker und eleganter.

Kalkspatz

Fehler in Keramik, wenn ein Kalkteilchen eingeschlossen wird. Nach dem Brennen nimmt der eingeschlossene gebrannte Kalk allmählich Wasser aus der Luft auf, vergrößert sich dabei und sprengt nach einiger Zeit lokal Keramikteile weg.

Kanne

Für Flüssigkeit bestimmtes Gefäss mit Henkel und Ausguss (Schnabel). Schweizerdeutsch auch Krug oder (Milch)Hafen.

krug meister dübendorf Kanne, Milchhafen, braune Engobe in Sgraffitotechnik verziert

Kaltmalerei

Streng genommen ist die kalte Bemalung keine keramische Maltechnik, sondern erfolgt mittels Lackfarben auf das keramische Endprodukt.

Kaolin

Mineralisches Sedimentgestein, das durch Verwitterung von Feldspäten entsteht. Wichtiger Rohstoff der Keramik.

Keramik

Keramik gilt als ältester Werkstoff der Menschen. Keramik kann als Sammelbegriff gelten für Produkte aus anorganischen Rohstoffen, wie Ton und Glasur in den verschiedenen Brennbereichen Steingut – Steinzeug – Porzellan. Man unterscheidet zwischen Grobkeramik (z.B. Ziegel, Baukeramik) und Feinkeramik (Geschirr, Kunstobjekte)

Kleines Feuer

Dieser Dekore auf schon gebrannte Glasur zeichnet sich durch die Vielfalt der Farben aus, die durch einen dritten Brand im Muffelofen bei niedriger Temperatur fixiert werden.

Vergleiche auch Muffelfarben

Krug

Tringefäss, schweizerdeutsch auch "Humpen".  Umgangssprachlich wird in der Schweiz die Kanne auch Krug genannt.

Krug, Keramik mit matter Engobemalerei

Literatur:

  • Schandelmaier Hela, Gesellschaft der Keramikfreunde e.V.: Glossar keramischer Fachbegriffe
  • Frotscher Sven. 2003. dtv-Atlas Keramik und Porzellan. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.[dtv-Lexikon]. 1974. dtv-Lexikon. 20 Bde., Bd. 6. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.
  • Fourest  Henry-Pierre, Die Europäische Keramik, Porzellan - Steingut - Fayence: Herder Freiburg, Basel, Wien, 1983

Quellen: