Keramik Lexikon - Buchstabe D

Delfter Porzellan

Bei dem sogenannten Delfter Porzellan handelt es sich nicht um Porzellan, sondern um Fayencen. Die Niederländische Ostindien-Kompanie (Vereenigde Oostindische Compagnie) importierte im grossen Stil chinesisches Porzellan. In verschiedenen Städten wurde versucht, diese wertvolle Keramik zu imitieren. Den Delftern gelang es als erste, eine hochwertige Keramik mit Zinnglasur herzustellen, mit der das chinesische Porzellan imitiert werden konnte.

Die Delfter Keramik imitierte chinesisches Porzellan. Daher der Name "Delfter Porzellan" - Vasen, Delft, anfangs 18. Jh.

Durchbruchstechnik

Bei ihr durchschnitten geschickte Arbeiterinnen die weiche Tonmasse vor dem Brand mit feinen Messern, so dass fragile Geschirre von dekorativer Wirkung entstanden.

Drehen

Formgebungsmethode keramischer Erzeugnisse auf einer Drehscheibe
Man unterscheidet das Freidrehen mit der Hand und das Ein- und Überdrehen, bei dem zusätzlich Schablonen und Formen verwendet werden. Dreher waren neben Malern und Brennmeistern die wichtigsten Fachkräfte eines keramischen Unternehmens

berneck töpferei 1932 Töpfer beim Drehen einer Schüssel (1923)

Literatur:

  • Schandelmaier Hela, Gesellschaft der Keramikfreunde e.V.: Glossar keramischer Fachbegriffe
  • Frotscher Sven. 2003. dtv-Atlas Keramik und Porzellan. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.[dtv-Lexikon]. 1974. dtv-Lexikon. 20 Bde., Bd. 6. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.
  • Fourest  Henry-Pierre, Die Europäische Keramik, Porzellan - Steingut - Fayence: Herder Freiburg, Basel, Wien, 1983

Quellen: